All Inclusive

All Inclusive als ein Prinzip der Sorglosigkeit

Urlaub in Ägypten als All Inclusive Pauschalreisemöglichkeit. Einmal bezahlt erledigt sich der Rest von ganz allein. Das Vouchergutscheinheftchen anstelle des Portemonnaies kann genutzt und die sofortige Entspannung kann angetreten werden.

Es folgt ein Reisebericht im Ausstellungsraum, der Themenwelten der realen und non-realen Wirklichkeiten zu einem Rundgang durch das All-Inclusive Prinzip macht. Frei nach dem Motto: Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Werbung aus dem HolidayCheck:

„Exzellentes 4-Sterne-Hotel am Meer
[…] Wenn Sie in Sharm El Sheikh / Ras Um El Sid ein exzellentes 4-Sterne-Hotel am Meer wünschen, dann ist das Hotel Aqua Blu Sharm el Sheikh eine optimaleWahl. Dieses Hotel ist einer der HolidayCheck Quality Selection Preisträger 2014. In dieser Gegend befindet sich sowohl das Denkmal für die Opfer des französischen Flugzeugabsturzes als auch der Strand Ras Om El Sid und das Delfinarium Sharm el Sheikh.“

Tor mit Touristen

Tor zur Utopie, C Geeske Janßen

Drei Künstlerinnen stellen ihre Sicht auf All Inklusive aus:

Laura Därr, Geeske Janßen und Rahel Zaugg

Installation, Objekte, Video, Fotografie, Malerei, Grafik

Interview mit den Künstlerinnen, mp3, 22 Min.

All Inclusive Artists

All Inclusive Artists (C B.S.)

Programm

24.11.2017 – 2.2.2018

Offen freitags 17- 20 Uhr

Vernissage mit temporärer multisensorischer interaktiver Installation von Laura Därr, Geeske Janßen und Rahel Zaugg Fr. 24.11.2017, 19 Uhr

Künstlergespräch Fr. 8.12.2017, 19 Uhr. Die Künstlerinnen sprechen mit Gästen über ihre Werke.

22.12. und 29.12. geschlossen

Vortrag „Null Inclusive“, Alexander Bernhard 19.1.2018, 19 Uhr. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Massentourismus und mit Beispielen für nachhaltiges Reisen. 
1984 geboren. Nach dem Studium der Sprachen und Kommunikation in Marburg, Kapstadt und Dresden hat er in La Reunion gelebt und veröffentlichte das Buch „Bravado“ über das Reisen.
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Finissage Fr. 2.2.2018, 19 Uhr
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Ist „All Inclusive – Reisen“ nachhaltig?

Die TUI meint: „Die Menschen vor Ort profitieren in vielerlei Hinsicht – und zwar wesentlich stärker als von anderen Tourismusformen… bei Jobs, Einkommen, Karrierechancen, Zugang zu wichtigen Kundensegmenten. “ Doch das Ergebnis der zitierten Studie ist nach TOURISM WATCH sowohl innerhalb der GTZ, die die Studie durchführte,  als auch unter NGOs und Tourismusexperten umstritten. Wir fragen auch, ob die langen Flüge für eine kurze Urlaubszeitmit ihrem CO2-Ausstoß nachhaltig sind?

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Bauer sucht Industrie

Lange Stapel von Heuballen in Plastik verpackt. Bauer sucht Industrie.

Heuplastik – © Tom Albrecht

Die Ausstellung „Bauer sucht Industrie“ behandelt einen aktuellen Vorgang der nicht nachhaltig ist. Klein- und mittelständische Bauernhöfe müssen sich heute gegen Agrarfabriken und Investorenhöfe behaupten. Daher sterben Höfe und  landwirtschaftliche Fläche wird zum Investionsgut. Das „Landgrabbing“ raubt Landfläche durch steigende Bodenpreise. Durch neu gebaute Megaställe wird Luft und Wasser verschmutzt und das führt zu Gülletourismus. Gülle wird in andere Regionen und Länder transportiert, wo das Grundwasser noch nicht so stark nitratbealstet ist. Futtermittel- und Dumpingexporte schaden fernen Ländern. Das Recht auf freies Saatgut muss erkämpft werden. Wir sehen weniger Insektenmatsch auf der Autoscheibe als sichtbare Folge des Insektensterbens. Der größte Trecker ist Statussymbol. Mancher „Bauer sucht Industrie“ weil er dadurch zu überleben hofft und gerät weiter in deren Abhängigkeit.

„Für die Agrarpolitik, ihre internationalen Institutionen und auch für die private und öffentliche Forschung waren Subsistenz- und Kleinbauern jahrzehntelang nur rückschrittliche „Auslaufmodelle” einer vorindustriellen Wirtschaftsweise. „Wachse oder weiche!” lautete mit wenigen Ausnahmen seit über 50 Jahren das kapitalistische wie sozialistische Fortschritts-Credo. Nur größere wirtschaftliche Einheiten seien imstande, durch moderne und rationalisierte Anbaumethoden, in erster Linie durch erhöhten Chemie- und Maschineneinsatz, die erforderliche globale Produktionssteigerung zu erbringen.“ Zitiert aus Welternährungsbericht: Bäuerliche und industrielle Landwirtschaft

Diese Ausstellung „Bauer sucht Industrie“ wurde international öffentlich ausgeschrieben. Bei der Auswahl der Bewerber achten wir darauf, dass der Bezug ihrer Werke zum ausgeschriebenen Thema vorhanden ist. Kunst und Nachhaltigkeit ist unser Thema. Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt. Dazu wollen wir mit unserer künstlerischen Arbeit durch Impulse in die Öffentlichkeit einen Beitrag leisten.

Bauer sucht Industrie

Was sagen Künstler zu den aktuellen Prozessen? Sehen sie Alternativen? Viele internationale Künstlerinnen und Künstler bewarben sich für eine Ausstellungsbeteiligung. Wir bedanken uns!

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler

Tom Albrecht

Sandra Becker

Susanne Gabler

Michael Hoepfel

Irene Hoppenberg

Esteban Lahoz

Gabriela Lesmes

Benna G. Maris

Lucie Stahl

Annette Stüsser-Simpson

Mari Terauchi

Sven Wieder

Regine Wolff

Ihre Formate sind Objekt, Photo, Malerei, Grafik, Video, Installation. Zwei Veranstaltungen ergänzen mit Performance, Fachvortrag und Gespräch.

Programm

Ausstellung – Gespräche 9.2. – 13.4.18, Ausstellung Freitags 17-20:00

Demonstration: 20. Januar 2018, 11 Uhr, Berlin Hauptbahnhof: Wir haben Agrarindustrie satt!

Vernissage: 9.2., 19 Uhr, Ulrike Behn legt und deutet intuitiv Tarotkarten zum Thema „Wie entwickelt sich unsere Landwirtschaft“

Geöffnet: Freitags 17 – 20 Uhr

Künstlergespräch: 23.2., 19 Uhr. Künstler/innen der Ausstellung sprechen mit Gästen über ihre Werke

Vortrag Fr.23.3. , 19 Uhr. „Industrie frisst Bauern?“ Jochen Fritz, Koordinator der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und der „Wir-haben-es-satt“ Demonstration.

Finissage 13.4., 19 Uhr

Ort

Projektraum der Group Global 3000
Leuschnerdamm 19
10999 Berlin

Jury:  Tom Albrecht, Maria Korporal, Kurator: Tom Albrecht

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